Gesundheitsökonomische Evaluation / Health Technology Assesment

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen in dem Arbeitsschwerpunkt sind Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Anja Neumann, Dr. rer. medic. Janine Biermann-Stallwitz, Dr. PH Silke Neusser, Frederik Valbert M.A., Anja Niemann M.A., Kathrin Pahmeier M.Sc., Christian Speckemeier M.Sc., Katharina Schwarze M.A., Nils Frederik Schrader M.Sc.

Wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte: cand. med. Vivienne Hillerich, Jan-Frederick Meyer B. Sc., Milena Weitzel B.Sc., Henrik Siewert und Lea Wienholt B.Sc.

Ausgewählte laufende Projekte

Evaluation der PrEP – Evaltuation der Einführung der HIV Präexposition als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung

Für gesetzlich Krankenversicherte mit einem substantiellen HIV-Infektionsrisiko gibt es seit September 2019 mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (§ 20j SGB V) einen Anspruch auf HIV-Präexpositionsprophylaxe. Bei der Präexpositionsprophylaxe (PrEP) wird eine HIV-Infektion verhindert, indem regelmäßig eine Pille mit zwei antiretroviralen Medikamenten eingenommen wird. Der gesetzliche Anspruch umfasst die Beratung, die Versorgung mit den Arzneimitteln und die erforderlichen Untersuchungen.

Die Einführung der PrEP wird im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierten und vom RKI geleiteten Forschungsvorhabens begleitet und evaluiert. Dabei sollen auch die Auswirkungen der neuen Schutzmöglichkeit auf das Infektionsgeschehen untersucht werden sowohl von HIV als auch auf andere sexuell übertragbare Infektionen wie zum Beispiel Syphilis.

Die Projektleitung liegt beim Robert Koch-Institut. Kooperationspartner sind die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (dagnä) mit den teilnehmenden Zentren und ihren bewährten Versorgungsstrukturen; der Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen mit der Expertise im Bereich der Sekundärdaten, das Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Bonn mit der BRAHMS-Studie, bei der in Deutschland MSM mit hohem Risikoverhalten systematisch und in 3-Monats-Intervallen bezüglich des Auftretens von HIV- und STI-Infektionen untersucht und zu relevanten Risikofaktoren befragt werden; das Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB) sowie die AOK Nordost.

Die Laufzeit des Projekts "Evaluation der Einführung der PrEP als Leistung der GKV" (EvE-PrEP) ist Januar 2020 bis Mitte 2021, der Evaluationszeitraum ist 01.01.2020 bis 31.12.2020.

Weiter Informationen sind der Internetseite des Robert Koch Institut zu entnehmen.

KuMS – Kinderwunsch und Multiple Sklerose – Ein Balanceakt für werdende Mütter und ihre Kinder?

Alleine in Deutschland leben 200.000 Menschen mit Multipler Sklerose (MS). Frauen sind im Vergleich zu Männern 3,5 -mal häufiger von MS betroffen. Die Diagnosestellung erfolgt meistens in der zweiten Lebenskaskade der Patienten; Frauen befinden sich hier im gebärfähigen Alter. Während einer Schwangerschaft, können sich chronische Leiden verschlimmern, weil im Rahmen der Schwangerschaft effiziente Therapien eingestellt werden.

Ziel des Projektes ist es, zu untersuchen, wie sich plazentagängige MS-Medikamente in der Behandlung von der Schwangerschaft und zum Zeitpunkt des Absetzens auf die Krankheitsaktivität und die Schwangerschaft auswirkt. Weiterhin wird untersucht, wie sich Hochdosissteroide und Immunadsorptionen auf die Schwangerschaft auswirken.

Es handelt sich um eine prospektive Kohortenstudie, die Patientendaten von der Schwangerschaft bis sechs Jahre nach der Geburt über den Krankheits-, Schwangerschafts-, Geburtsverlauf, Geburtsausgang, zum Stillen und zur Kleinkindentwicklung erheben. Der Lehrstuhl für Medizinmanagement führt in diesem Kontext gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg eine Routinedatenanalyse durch

Das Projekt wird für einen Zeitraum von drei Jahren durch den Innovationsfond gefördert.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Laufzeit: bis August 2021.

EvaSCa – Evaluation des Hautkrebsscreenings bei AOK-Versicherten in Deutschland

Seit 2008 bieten die gesetzlichen Krankenkassen ein Hautkrebs-Screening an. Ziel des Screenings ist es auffällige Hautstellen frühzeitig zu entdecken und auf Hautkrebs zu untersuchen.
Das Projekt soll prüfen, ob das durchgeführte Screening die Hautkrebsbehandlung verbessert und die Mortalität verringert hat. Zusätzlich soll das Projekt darüber Auskunft geben, ob das Hautkrebsscreening ausreichend ist und in welche Richtung es weiterentwickelt werden kann.

Das Projekt wird für einen Zeitraum von zwei Jahren durch den Innovationsfond gefördert

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Laufzeit: bis Mai 2021.

OMPRIS – Onlinebasiertes Motivationsprogramm zur Förderung der Behandlungsmotivation bei Menschen mit Computerspielabhängigkeit und Internetsucht

Bei Kindern und Jugendlichen nimmt die Prävalenz der Internet- und Computerspielsucht immer mehr zu. Seit 2018 hat die WHO die Computerspielsucht (Online Gaming Disorder) offiziell als Krankheit anerkannt. Das Projekt OMPRIS soll mit Hilfe eines onlinbasierten Selbsthilfeprogramm verhindern, dass sich ein Suchtverhalten entwickelt. Hierzu unterstützen die Berater des Selbsthilfeprogramms die Betroffenen positive Verhaltensänderungen zu unterstützen und Suchtsymptome zu reduzieren.
Erzielt das Projekt positive Ergebnisse, so können Krankenkassen dies nutzen, um eine Frühprävention gegen Internet- und Computerspielsucht anzubieten. Zudem ist auch denkbar, dass das Selbsthilfekonzept auf andere Krankheitsbilder übertragen werden kann.

Das Projekt wird für einen Zeitraum von drei Jahren durch den Innovationsfond gefördert.

Weitere Informationen sind der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Laufzeit: bis August 2022.

Trade - TRAnsport und DElir älterer Menschen

Beim Delir handelt es sich um einen akuten Verwirrtheitszustanden, der vermehrt bei älteren Patienten, meist im Rahmen einer Krankenhauseinweisung vorkommt. Dabei kann jede körperliche Erkrankung ein Delir auslösen. Faktoren, wie z.B. häufige Raumwechsel, hoch frequentierte Räume aber auch operative Eingriffe und Mehrfachmedikationen begünstigen die Entstehung eines Delirs.
Entsteht ein Delir bei einem Patienten, so können Bezugspersonen und Angehörige dem Betroffen helfen sich wieder zu orientieren.  Das Projekt TRADE zielt darauf ab, dass ältere Patienten in medizinischen Einrichtungen begleitet werden und über das Risiko ein Delir entwickeln zu können informiert werden. Durch die Begleitperson soll der Prozess des „Ankommens“ gefördert werden.

Das Projekt ist zunächst als Beobachtungsstudie aufgebaut und erfasst die kognitiven Veränderungen und die Delirstärke bei einem Ortswechsel. Die gesammelten Informationen und Ergebnisse fließen im Anschluss in eine Pilotstudie ein, die die Wirksamkeit der Maßnahmen untersuchen soll.

Ziel des Projektes ist es zu zeigen, dass Begleitpersonen innerhalb des Aufenthaltes in medizinischen Einrichtungen der kognitiven Verschlechterung entgegenwirken. Kann dies nachgewiesen werden kann das Entlassmangement der Kliniken durch Vereinbarungen zur Patientenbegleitung weiterentwickelt werden.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren durch den Innovationsfond gefördert.

Weiter Informationen sind der Internetseite des Innovationfond zu entnehmen.

Laufzeit: bis März 2022.

Peesurst - Patient Empowerment/Edukation mittels IT-gestützter Patientenpfade senken die postoperative Schmerzintensität und die Rate an Schmerzchronifizierung nach thoraxchirurgischen Eingriffen

Das Projekt Peesurst verfolgt den Ansatz die Chronifizierung von Schmerzen bei postoperativen Patienten im Beriech des Thorax zu reduzieren. Um dies zu erreichen, soll die Schmerztherapie im Hinblick auf die Chronifizierung verbessert werden. Dies erfolgt über ein internetbasiertes Monitoring-System. Hier tragen die Patienten regelmäßig ihre Schmerzempfinden auf einer Skala von Eins bis Zehn ein. Die übermittelten Ergebnisse gehen an eine Pain–Nurse, die den Schmerzverlauf überwacht und ggf. eingreift und dem Patienten empfiehlt bei Schmerzzunahme den Arzt aufzusuchen, damit dieser die Schmerzmedikation anpasst.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahre durch den Innovationsfond gefördert.

Weitere Informationen sind der Internetseite des Innovationfond zu entnehmen.

Laufzeit: bis Mai 2022.

Genderanalysen und gesundheitsökonomische Begleitevaluation von Health Literacy-Interventionen im Kindes- und Jugendalter (GenHEcon) im Rahmen des Projekts Health Literacy in Childhood and Adolescence (HLCA2)

Eine geschlechtersensible und gesundheitsökonomische Forschungsperspektive, die kulturelle, soziale, gesellschaftliche und ökonomische Aspekte berücksichtigt, ist bei der Untersuchung von Health Literacy von Kindern und Jugendlichen von grundlegender Bedeutung im Hinblick auf die Definition relevanter Zielgruppen, die Erreichung gesetzter Ziele sowie die zielgerichtete Entwicklung von Strategien zur Förderung von Health Literacy von Kindern und Jugendlichen.

Ziele des Teilprojektes sind zum einen die Beratung sowie die Unterstützung der Evaluation von im Verbund entwickelten Health Literacy-Interventionen aus gesundheitsökonomischer sowie genderbezogener Perspektive. Das Teilprojekt wird gemeinsam mit dem Essener Kolleg für Geschlechterforschung bearbeitet.

Näheres zu diesem Verbundprojekt ist der Internetseite des HLCA-Konsortiums zu entnehmen.

Laufzeit: bis März 2021

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Förderkennzeichen: 01EL1424A–01EL1424E)

VerSITA – Versorgungssituation der spezifischen Immuntherapie (SIT) bei allergischen Atemwegserkrankungen

Allergische Atemwegserkrankungen betreffen Menschen aller Alters- und Gesellschaftsschichten, führen zu Einschränkungen des Soziallebens und wirken sich auf die schulischen Leistungen und das Arbeitsvermögen aus. Die meisten allergischen Atemwegserkrankungen entstehen bereits im Kindes- und Jugendalter und bleiben häufig über die gesamte Lebensdauer bestehen. Die einzige Möglichkeit, den natürlichen Krankheitsverlauf nachhaltig zu ändern, stellt die spezifische Immuntherapie (SIT) dar. Vor diesem Hintergrund ist eine optimale Versorgung aus gesellschaftlicher und ökonomischer Perspektive bedeutsam.

Das durch den Innovationsfond geförderte Projekt untersucht den Einsatz der spezifischen Immuntherapie bei allergischen Atemwegserkrankungen. Zur Darstellung der Versorgungssituation wird eine umfangreiche Analyse anhand von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung sowie von Patientenbefragungen durchgeführt. Im Erfolgsfall können Versorgungsprobleme gezielt aufgezeigt und Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung abgeleitet werden.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von zwei Jahre durch den Innovationsfond gefördert.

Weitere Informationen sind der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Laufzeit: bis März 2020

PAWEL – Patientensicherheit, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität: Reduktion von Delirrisiko und postoperativer kognitiver Dysfunktion (POCD) nach Elektivoperationen im Alter

Delirien gehen unter anderem mit kognitiven Einschränkungen, erhöhter Sterblichkeit sowie Demenzprogression einher und beinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen daher beträchtlich. Die Wahrscheinlichkeit, nach einer Operation ein Delir zu erleiden, steigt mit dem Alter der Patientinnen und Patienten, mit bereits bestehenden kognitiven Störungen und ist außerdem abhängig von den Fachkenntnissen der Behandelnden. Daher gilt die Delir-Rate als Qualitätsindikator für eine alterssensible Krankenhausbehandlung.

Innerhalb dieses Projekts übernimmt der Lehrstuhl für Medizinmanagement die gesundheitsökonomische Evaluation, um die Kosteneffektivität der Intervention aus Sicht der Leistungserbringer für den ambulanten und stationären Bereich darzustellen.

Das Projekt wird über eine Zeitraum von drei Jahre durch den Innovationsfond gefördert.

Weitere Informationen sind der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Laufzeit: bis November 2020

FindHIV – Frühzeitige Identifikation mittels normierter Diagnosekriterien für die HIV-Infektion

In Deutschland sind ca. 84.000 Menschen mit HIV/AIDS infiziert. Eine frühzeitige Diagnose und ein entsprechender Therapiebeginn können zu einer weitgehenden Kontrolle der Infektion mit geringen Einschränkungen und einer guten Integration in den Alltag führen. Dennoch liegt der Anteil an Late Presentern (sehr späte Diagnostizierung der Infektion) bei fast 46 %. Die späte Diagnose bedingt eine erhöhte Krankheitslast bis hin zu Todesfällen sowie eine größere Gefahr, weitere Personen anzustecken.

Das Projekt FindHIV untersucht im Rahmen einer prospektiven Erhebung, welche besonderen Merkmale der Late Presenter dazu führen, dass die Infektion erst verzögert entdeckt wird. Auf Basis der erhobenen Daten soll ein Klassifikationssystem (Scoringsystem) zur Frühdiagnose entwickelt sowie Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahre durch den Innovationsfond gefördert.

Weitere Informationen sind der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Laufzeit: bis Mai 2021

 

In Kürze startende Projekte

HÖRGeist - Ein Programm zur niedrigschwelligen Identifikation und Behandlung von Hörstörungen bei Menschen mit geistiger Behinderung

Menschen mit geistiger Behinderung leiden vermehrt unter Hörstörungen, die auf Grund einer beeinträchtigten Kommunikationsfähigkeit häufig nicht erkannt werden. Dabei können durch regelmäßige Ohrkontrollen und Hörtest Hörstörungen verhindert oder effektiv behandelt werden.

Das Projekt soll nachweisen, dass ein relevanter Teil der Menschen mit geistiger Behinderung unter unentdeckten Hörstörungen leiden und diese durch regelmäßige Hörtest im Lebensumfeld dieser Menschen aufgedeckt und nachverfolgt werden können. Hierzu wird eine Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung zu einem Hörscreening in ihrem Lebensumfeld und eine Vergleichsgruppe in eine Klinik eingeladen. Liegt eine Hörstörung vor wird eine Therapie eingeleitet. Nach einem Jahr erfolgt ein zweites Screening und die Prüfung der bisherigen Therapieergebnisse.

Das Projekt wird durch den Innovationsfond gefördert und beläuft sich auf drei Jahre.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Op-US Opioidhaltige Analgetika – Untersuchung zu Entwicklungstrends in der Versorgung bei nicht-tumorbedingten Schmerzen

Im Rahmen einer Krebserkrankung werden oft starke Schmerzmittel, sogenannte opoidhaltige Analgetika eingesetzt. Tatsächlich erhalten auch andere Patientinnen und Patienten, die keine Krebserkrankung, aber starke Schmerzen haben, diese Medikamente. Insbesondere in der Langzeittherapie besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und Nebenwirkungen, zu denen auch Missbrauch, Fehlgebrauch und Abhängigkeit gehören. In der Vergangenheit wurden opoidhaltige Analgetika eher zurückhaltend verordnet, inzwischen jedoch ist eine Zunahme zu beobachten. Unklar ist, ob eine Über- und/oder Fehlversorgung vorliegt. Das Projekt Op-US soll die Versorgungssituation untersuchen, um das Risiko für Missbrauch und Abhängigkeitserkrankungen zu minimieren und die Patientensicherheit zu erhöhen, hierzu wird das Projekt mit über drei Jahre mit 670.000 Euro gefördert.

Das Projekt wird durch den Innovationsfond gefördert und beläuft sich auf drei Jahre.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

HeLP – HIV-Testempfehlungen in Leilinien und Praxis

Mit den „90-90-90-Zielen“ formulierten die Vereinten Nationen ein ehrgeiziges Vorhaben: Bis zum Jahr 2020 sollten weltweit und ebenso in Deutschland 90 Prozent der HIV-positiven Menschen als solche diagnostiziert sein, sollen 90 Prozent aller Diagnostizierten Zugang zu HIV-Medikamenten haben und soll bei 90 Prozent der Behandelten kein Virus mehr nachweisbar sein. Bis zum Jahr 2030 soll die Rate der Diagnostizierten sogar auf 95 Prozent ausgeweitet werden. Bislang wurde dieses Ziel für Deutschland mit 88 Prozent knapp verfehlt. Dies ist aus klinischer, epidemiologischer und gesundheitsökonomischer Sicht nachteilig, denn eine späte HIV-Diagnose ist mit einer höheren Morbidität und Mortalität verknüpft. Zudem besteht bei einer unerkannten HIV-Infektion das Risiko einer weiteren Übertragung, was mit einer adäquaten Therapie der Infektion vermieden werden könnte.

Bestimmte Krankheitsbilder gelten als Indikator für eine HIV-Infektion, d. h. sie zeigen an, dass ein HIV-Test durchgeführt werden sollte. Das Projekt zielt darauf ab, diese Indikatorerkrankungen anhand von Krankenkassen-Daten und Daten des Robert Koch-Institutes für den deutschen Kontext zu ermitteln, um in Deutschland künftig noch zielgerichteter auf HIV-Infektionen zu testen. Zusätzlich sollen die medizinischen Leitlinien der entsprechenden Erkrankungen bezüglich einer Aufnahme einer HIV-Testempfehlung untersucht werden und Ärztinnen und Ärzte sowie Expertinnen und Experten sollen zu möglichen Hemmnissen bei einer HIV-Testung befragt werden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden Strategien zur Optimierung von HIV-Testangeboten in Deutschland erarbeitet. Das Projekt wird für 27 Monate mit insgesamt ca. 671.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das Projekt dazu beitragen, das HIV-Testverhalten in Deutschland maßgeblich zu verbessern und eine Präzisierung in der Beschreibung von HIV-Indikatorerkrankungen zu erlangen.

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband GbR: Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Robert Koch-Institut

Laufzeit: 01.04.2022 – 30.06.2024

 

Abgeschlossene Projekte

Präf KFe Ermittlung der Präferenzen von Entscheidungsträgern für verschiedene Kurzformate für Evidenzsynthesen durch eine wahlbasierten Conjoint-Analyse

Politische Entscheidungsträger treffen auf Grundlang von Evidenzformate ihre Entscheidungen. Jedoch kann das Erstellen von Evidenzformaten, je nachdem wie hoch die Evidenz ist, bis zu mehreren Jahren in Anspruch nehmen. Das ZI Projekt verfolgt das primäre Untersuchungsziel die Präferenzen von politischen Entscheidungsträgern für Evidenzformate durch eine wahlbasierte Conjoint-Analyse zu untersuchen.

Förderung durch Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland

 

AOK Protonen – Modellvorhaben zur Protonentherapie bei schwerwiegenden onkologischen Erkrankungen

Das Modellvorhaben soll einen Beitrag zur Evaluation des therapeutischen Nutzens sowie der medizinischen Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit der Protonentherapie leisten. Ziel der Evaluation ist es, die Versorgungs- und Prozessqualität bei der Behandlung der Versicherten der AOK PLUS mit schwerwiegenden onkologischen Erkrankungen zu analysieren. Darüber hinaus sollen valide Aussagen zum therapeutischen Nutzen, zu der medizinischen Notwendigkeit und zur Versorgungsrelevanz getroffen werden. Im Kontext des therapeutischen Nutzens werden die Lebensqualität sowie potentielle Nebenwirkungen und frühe Spätfolgen der Protonen- im Vergleich zur Standard-Photonentherapie evaluiert.

Laufzeit: bis Dezember 2019

Finanziert durch die AOK PLUS

 

CAMURUS – Gesundheitsökonomische Evaluation der subkutanen Therapie mit Buprenorphin bei Patienten mit Opioidabhängigkeit

Für Patienten mit Opioidabhängigkeit gibt es die Möglichkeit einer Substitutionstherapie. Ziel der Therapie ist eine andauernde Substanzfreiheit oder zumindest eine Verminderung von Gesundheitsschäden durch dauerhafte Substitution.

Im Rahmen dieses Projekts werden zunächst die Krankheitskosten der Opioidabhängigkeit mittels eines systematischen Literaturreviews erfasst. Im Rahmen einer Befragung von Krankenkassen und der Rentenversicherung wurden die Krankheitskosten aus der Perspektive des Sozialversicherungssystems erfasst.

Finanziert durch die Camurus GmbH

SYSKON – Budgetäre Auswirkungen einer prädiktiven genetischen Testung von BRCA1/2 Mutationen für die gesetzliche Krankenversicherung

Das im August 2017 abgeschlossene Projekt zielte auf die Ermittlung der budgetären Auswirkungen genetischer Risikoklassifikation am Beispiel des hereditären Mammakarzinoms. Basierend auf der Methodik einer Budget Impact Analyse wurde ein Markov-Modell als Kohortensimulation entwickelt. Als Grundlage dienten Daten des Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, die anhand systematischer Literaturrecherchen im Bedarfsfall ergänzt wurden.

Die Ergebnisse tragen dazu bei, die Wissenslücke in Bezug auf die budgetären Auswirkungen genetischer Risikoklassifikationen zu schließen und zeigen auf, an welchen Stellen es zu Budgetverschiebungen kommt. Zwar stellt die Durchführung der Genanalyse einen wesentlichen Kostentreiber dar und führt zu Kostensteigerungen, mit zunehmender Laufzeit des Modells zeichnen sich jedoch erste Hinweise auf ein Einsparpotential durch die Verringerung von Behandlungskosten für entstandene Karzinome ab.

Die Publikation von Teilergebnissen ist zu finden unter:

  • Neusser S LB, Barth C1, Pahmeier K, Rhiem K, Schmutzler R, Engel C, Wasem J, Huster S, Dabrock P, Neumann A. The budgetary impact of genetic testing for hereditary breast cancer for the statutory health insurance. Curr Med Res Opin. 2019;35(12):2103-10. DOI:

10.1080/03007995.2019.1654689 ,

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Förderkennzeichen 01GP1407D)

Gesundheitliche Grundbildung (Health Literacy) im Kindes- und Jugendalter als Ziel von Gesundheitsförderung und Primärprävention

Das Teilprojekt SynthHLCA zielte darauf ab, die im Verbund generierten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Empfehlungen für die weitere Forschungs-, Anwendungs- und Praxisorientierung zu übertragen. Befunde des Gesamtverbundes wurden gesammelt, evaluiert und synthetisiert, um Empfehlungen für die Anwendungsorientierung, Kosten- und Entscheidungsträger/innen in der Praxis abzuleiten und um die künftige Strategie des Verbunds zu entwerfen.

Grundlegend hat sich gezeigt, dass zur Verbesserung der Health Literacy von Kindern und Jugendlichen die Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes und der Einbezug der Zielgruppe selbst und von Professionals auf personaler und institutioneller Ebene in einer integrativen Form notwendig ist. Als weiteres Ergebnis der Synthese ist die Bestätigung der Relevanz der Geschlechterperspektive und der gesundheitsökonomischen Perspektive sowohl auf der Ebene von Maßnahmen als auch auf der Ebene von weiteren Forschungsvorhaben festzuhalten.

Näheres zu diesem Verbundprojekt ist der Internetseite des HLCA-Konsortiums zu entnehmen.

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Förderkennzeichen 1EL1424C)

Einsatz von Botulinumtoxin bei Patienten mit Spastik der oberen Extremität (und/oder der unteren Extremität) infolge Schlaganfalls – eine Studie der Versorgungssituation

Ziel des Projektes war die Evaluation der Versorgungssituation von Patienten mit Spastik der oberen Extremität infolge eines Schlaganfalls. Hierzu wurden explorative Leitfadeninterviews sowie eine standardisierte postalische Befragung von Neurologen und Nervenärzten im ambulanten und stationären Setting durchgeführt.

59 % der teilnehmenden Fachärzte setzen Botulinumtoxin nicht in der Therapie ein, obwohl es bei entsprechender Indikation für die Behandlung in den Leitlinien empfohlen wird. Als Gründe hierfür werden gewisse Hürden wie etwa die Höhe der Honorierung der ärztlichen Leistung, die fehlende Kostenübernahme durch die GKV oder das Erlangen einer Fort-/Weiterbildung zur Behandlung mit Botulinumtoxin genannt.

Die Publikation von Teilergebnissen ist zu finden unter:

  • Kerkemeyer L, Lux G, Walendzik A, Wasem J, Neumann A (2017): Versorgung von Patienten mit Spastik nach Schlaganfall. Der Nervenarzt; 88 (8); 919-928. DOI: 10.1007/s00115-017-0312-4

Finanziert durch die IPSEN PHARMA GmbH

Evaluation der hausarztzentrierten Versorgung in Thüringen

Hausarztzentrierte Versorgung (HzV) beschreibt ein medizinisches Versorgungskonzept, in dem ein Hausarzt als erste Anlaufstelle für den Patienten fungiert und dessen Behandlung langfristig und über die verschiedenen Versorgungssektoren hinweg koordiniert. In Thüringen haben die Versicherten der AOK PLUS seit dem 01.01.2011 die Möglichkeit, an einem HzV-Modell teilzunehmen.

Im Rahmen dieser kontrollierten Quer- und Längsschnittstudie konnten zwar keine niedrigeren Gesamtkosten der Teilnehmer des HzV-Modells identifiziert werden, jedoch verbesserte und intensivierte sich die Koordination insbesondere älterer, chronisch sowie multipler Erkrankter. 

Die Publikationen der Ergebnisse sind zu finden unter:

  • Freytag A, Biermann J, Ochs A, Lux G, Lehmann T, Ziegler J, Schulz S, Wensing M, Wasem J, Gensichen J (2016): The impact of GP-centered healthcare: a case-control study based on insurance claims data. Dtsch Arztebl Int; 113: 791-798. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0791
  • Freytag A, Krause M, Lehmann T, Schulz S, Wolf F, Biermann J, Wasem J, Gensichen J (2017): Depression management within GP-centered health care - A case-control study based on claims data. Gen Hosp Psychiatry; 45: 91-98. DOI: 10.1016/j.genhosppsych.2016.12.008

Finanziert durch die AOK PLUS

Das Essener Schulvermeider-Projekt im Rahmen von: Med in.NRW – Projekt Innovative Gesundheitswirtschaft NRW: "Integration junger Menschen in Schule und Arbeitsmarkt durch Erforschung, Entwicklung und Evaluation spezifischer Diagnostik- und Behandlungskonzepte"

Das Projekt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des LVR-Klinikums Essen unter Leitung von Herrn Prof. Hebebrand in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Medizinmanagement zielte auf die Effektivität und Kosteneffektivität eines Manuals zur Behandlung von schulvermeidendem Verhalten im Vergleich zur Behandlung im kinder- und jugendpsychiatrischen Hilfesystem unter Standardbedingungen.

Die Publikationen der Ergebnisse sind zu finden unter:

  • Reissner V, Jost D, Krahn U, Knollmann M, Weschenfelder A-K, Neumann A, Wasem J, Hebebrand J (2015): The Treatment of School Avoidance in Children and Adolescentes with Psychiatric Illness. Dtsch Arztebl Int; 112 (39); 655-662. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0655
  • Weschenfelder A-K, Reissner V, Knollmann M, Hebebrand J, Wasem J, Neumann A (2017): Ökonomische Evaluation eines Manual-basierten multimodalen kognitiven Verhaltenstherapiekonzeptes für psychisch kranke Kinder und Jugendliche mit schulvermeidendem Verhalten [Economic evaluation of a manual-based, multimodal cognitive behavioral therapy for school avoiding children with psychiatirc illness]. Z Kinder Jugendpsychiatr Psychother; 46(1); 47-56. DOI: 10.1024/1422-4917/a000501

Förderung zum überwiegenden Teil durch das Land NRW und die EU

Personalisierte Medizin in der Krebsforschung. Eine interdisziplinäre Untersuchung ethischer, rechtlicher, medizinischer und ökonomischer Aspekte

Im Rahmen dieses BMBF-Forschungsvorhabens wurden interdisziplinäre Untersuchungen zur Personalisierten Medizin (PM) hinsichtlich rechtlicher, ethischer, medizinischer und ökonomischer Aspekte durchgeführt. Unter partieller Fokussierung auf das Themengebiet der Onkologie wurde der Einfluss von Methoden der PM auf Forschungs- und Entwicklungskosten ermittelt, die Kosteneffektivität von pharmakogenetischen Tests sowie aktuelle Zugangsmöglichkeiten zur PM unter internationalen Gesichtspunkten evaluiert.

Die Publikationen der Ergebnisse zum klinisch/gesundheitsökonomischen Teil sind zu finden unter:

  • Hörster L, Ganser A, Stadler M, Schlenk R, Port M, Gabriel M, Schildmann J, Rochau U, Scroczynski G, Wasem J, Neumann A (2017). Cost-effectiveness of methods in personalized medicine. Results of a decision-analytic model in patients with acute myeloid leukemia with normal karyotype. Leuk Res; 62; 84-90. DOI: 10.1016/j.leukres.2017.09.009
  • Port M, Böttcher M, Thol F, Ganser A, Schlenk R, Wasem J, Neumann A, Pouryamout L (2014): Prognostic significance of FLT3 internal tandem duplication, nucleophosmin 1, and CEBPA gene mutations for acute myeloid leukemia patients with normal karyotype and younger than 60 years: a systematic review and meta-analysis. Ann Hematol; 93(8); 1279-86. DOI: 10.1007/s00277-014-2072-6

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Förderkennzeichen: 01GP1001A)

BMBF-Projekt im Förderschwerpunkt "Chronische Krankheiten und Patientenorientierung" zum Thema "Patientenorientierte Schulungspraxis in der orthopädischen Rehabilitation durch Dissemination eines evaluierten Schulungsprogrammes"

Das Kooperationsprojekt des Instituts für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg mit dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Erlangen und dem Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen zielte auf die Untersuchung der Wirksamkeit und der Kosten von Implementierungsstrategien zur Dissemination eines Schulungsprogrammes sowie auf die Evaluation der Schulungswirksamkeit in der Routineanwendung in Bezug auf eine patientenorientierte Schulungspraxis, den Patientenoutcome und die Kosteneffektivität. Der Lehrstuhl übernahm im Rahmen des Projektes die gesundheitsökonomische Evaluation.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Projekts zu finden.

Die Publikation von Teilergebnissen ist zu finden unter:

  • Neusser S, Ivancevic S, Biermann J, Meng K, Faller H, Wasem J, Neumann A (2017): Dissemination eines Schulungsprogramms bei chronischem Rückenschmerz – Kostenanalyse der Programmimplementierung. Die Rehabilitation; 56(5); 305-312. DOI: 10.1055/s-0042-123424

Evaluation des Modellprojekts FORUM Demenz

Der Lehrstuhl begleitete ein von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördertes Projekt zur Verbesserung der Versorgung von Demenzkranken. Im Rahmen dieses Projekts wurde der Lehrstuhl damit beauftragt, die Wirkungsgrade der im Projekt entwickelten und eingesetzten Methoden des Case Managements, des Quartiermanagement und des Versorgungs- und Behandlungspfades zu evaluieren.

Die Publikation der Ergebnisse ist zu finden unter:

  • Mostardt S, Matusiewicz D, Schröer W, Wasem J, Neumann A (2012): Wirksamkeit und Kostenwirksamkeit eines Case-Management-Programms bei Patienten mit Demenz. Z Gerontol Geriat; 45(7); 642-647. DOI: 10.1007/s00391-012-0298-2

Krankheitskosten der Behandlung HIV-positiver Patienten (K3A-Studie)

In diesem von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e.V. (DAGNÄ) geförderten Projekt sollten die Kosten der Behandlung HIV-positiver Patienten in unterschiedlichen Patientengruppen ermittelt werden.

Die Publikation der Ergebnisse ist zu finden in:

  • Mostardt S, Hanhoff N, Wasem J, Goetzenich A, Schewe K, Wolf E, Mayr C, Jaeger H, Pfaff H, Dupke S, Neumann A (2013): Cost of HIV and determinants of health care costs in HIV-positive patients in Germany: Results of the DAGNÄ K3A Study. Eur J Health Econ; 14(5); 799‑808. DOI: 10.1007/s10198-012-0425-4

Möglichkeiten der Ausgestaltung eines effizienten Versorgungsmanagements chronisch Kranker –Ethische, ökonomische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte – für die ausgewählten Indikationen Multiple Sklerose und Alzheimer-Demenz

Basierend auf einer Bestandsaufnahme der aktuellen Versorgungssituation bei chronischen Erkrankungen – im Besonderen für die Indikationen Alzheimer-Demenz und Multiple Sklerose – wurden im Rahmen dieser interdisziplinären Studie die Möglichkeiten und Bedingungen für ein effizientes Versorgungsmanagement untersucht. Potentielle Grenzen des Versorgungsmanagements wurden identifiziert und im Rahmen einer multidimensionalen Konzeptentwicklung wurden mögliche Szenarien zur künftigen Ausgestaltung neuer Formen des Versorgungsmanagements und intersektoraler Kooperationen erarbeitet.

Die Publikation der Ergebnisse ist zu finden unter:

  • Ivancevic S, Weegen L, Korff L, Jahn R, Walendzik A, Mostardt S, Wasem J, Neumann A (2015): Effektivität und Kosteneffektivität von Versorgungsmanagement-Programmen bei Multipler Sklerose in Deutschland – Eine Übersichtsarbeit. Akt Neurol 2015; 42(09): 503-508. DOI: 10.1055/s-0035-1564111

Förderung durch die Janssen-Cilag GmbH

PROPHET – Studienkonzept zur pharmakoökonomischen Evaluation verschiedener antiretroviraler Primärtherapien bei HIV-Infektionen

Durch die flächendeckende Verfügbarkeit von antiretroviralen Therapien (ART) erreichen Menschen mit HIV-Infektion eine annähernd der Normalbevölkerung entsprechende Lebenserwartung. Aktuell stehen verschiedene von Leitlinien empfohlene Wirkstoffkombinationen zur Verfügung. Allerdings unterscheiden sich diese Wirkstoffkombinationen bezüglich der Tablettenanzahl, der Einnahmemodalitäten, potentieller Nebenwirkungen, des Resistenzrisikos und des Interaktionspotentials. Daher sind in Abhängigkeit von der Wirkstoffkombination (ART-Strategie) Unterschiede hinsichtlich der Patientencharakteristika aber auch der Krankheitskosten zu erwarten.

Im Rahmen der PROPHET-Studie werden die Krankheitskosten HIV-Infizierter unter verschiedenen ART-Strategien auf der Basis eines großen, unselektionierten Patientenkollektivs in Deutschland untersucht.

Weitere Details finden Sie auf der Internetseite der DAGNÄ.

Laufzeit: bis Oktober 2018

Projektförderung durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e. V. (DAGNÄ)