Gesundheitsökonomische Evaluation und Versorgungsforschung

Gesundheitsökonomische Evaluation und Versorgungsforschung

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen in dem Arbeitsschwerpunkt sind PD Dr. med. Dr. rer. pol. Anja Neumann, Dr. rer. medic. Janine Biermann, Dr. PH Silke Neusser und Frederik Valbert M.A.

Wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte: Annika Trautner B. Sc., Kathrin Willsch B. Sc., Carina Abels B. Sc., Saadet Güzelyurt

  

Laufende Projekte
HLCA2Genderanalysen und gesundheitsökonomische Begleitevaluation von Health Literacy-Interventionen im Kindes- und Jugendalter (GenHEcon) im Rahmen des Projekts Health Literacy in Childhood and Adolescence (HLCA)
VerSITA Versorgungssituation der spezifischen Immuntherapie (SIT) bei allergischen Atemwegserkrankungen 
PROPHETStudienkonzept zur pharmakoökonomischen Evaluation verschiedener antiretroviraler Primärtherapien bei HIV-Infektionen
PAWELPatientensicherheit, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität: Reduktion von Delirrisiko und postoperativer kognitiver Dysfunktion (POCD) nach Elektivoperationen im Alter
CAMURUSGesundheitsökonomische Evaluation der subkutanen Therapie mit Buprenorphin bei Patienten mit Opioid-Abusus
FindHIV Frühzeitige Identifikation mittels normierter Diagnosekriterien für die HIV-Infektion 
 In Kürze startende Projekte
KuMS Kinderwunsch und Multiple Sklerose - Ein Balanceakt für werdende Mütter und ihre Kinder?
Abgeschlossene Projekte
SYSKONBudgetäre Auswirkungen einer prädiktiven genetischen Testung von BRCA1/2 Mutationen für die gesetzliche Krankenversicherung
HLCA1Gesundheitliche Grundbildung (Health Literacy) im Kindes- und Jugendalter als Ziel von Gesundheitsförderung und Primärprävention
BotulinumtoxinEinsatz von Botulinumtoxin bei Patienten mit Spastik der oberen Extremität (und/oder der unteren Extremität) infolge Schlaganfalls – eine Studie der Versorgungssituation
HzV ThüringenEvaluation der hausarztzentrierten Versorgung in Thüringen
SchulvermeiderDas Essener Schulvermeider-Projekt im Rahmen von: Med in.NRW – Projekt Innovative Gesundheitswirtschaft NRW: "Integration junger Menschen in Schule und Arbeitsmarkt durch Erforschung, Entwicklung und Evaluation spezifischer Diagnostik- und Behandlungskonzepte" 
Personalisierte MedizinPersonalisierte Medizin in der Krebsforschung. Eine interdisziplinäre Untersuchung ethischer, rechtlicher, medizinischer und ökonomischer Aspekte
RehabilitationBMBF-Projekt im Förderschwerpunkt "Chronische Krankheiten und Patientenorientierung" zum Thema "Patientenorientierte Schulungspraxis in der orthopädischen Rehabilitation durch Dissemination eines evaluierten Schulungsprogrammes"
SchizophrenieWissenschaftliche Beratung und Evaluation eines Projektes zur Verbesserung des Versorgungsmanagements bei der Schizophrenie
DemenzEvaluation des Modellprojekts FORUM Demenz
HIV KostenKrankheitskosten der Behandlung HIV-positiver Patienten
VersorgungsmanagementMöglichkeiten der Ausgestaltung eines effizienten Versorgungsmanagements chronisch Kranker – Ethische, ökonomische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte – für die ausgewählten Indikationen Multiple Sklerose und Alzheimer-Demenz

 

Ausgewählte laufende Projekte

Genderanalysen und gesundheitsökonomische Begleitevaluation von Health Literacy-Interventionen im Kindes- und Jugendalter (GenHEcon) im Rahmen des Projekts Health Literacy in Childhood and Adolescence (HLCA)

Eine geschlechtersensible und gesundheitsökonomische Forschungsperspektive, die kulturelle, soziale, gesellschaftliche und ökonomische Aspekte berücksichtigt, ist bei der Untersuchung von Health Literacy von Kindern und Jugendlichen von grundlegender Bedeutung im Hinblick auf die Definition relevanter Zielgruppen, die Erreichung gesetzter Ziele sowie die zielgerichtete Entwicklung von Strategien zur Förderung von Health Literacy von Kindern und Jugendlichen.

Ziele des Teilprojektes sind zum einen die Beratung sowie die Unterstützung der Evaluation von im Verbund entwickelten Health Literacy-Interventionen aus gesundheitsökonomischer sowie genderbezogener Perspektive. Das Teilprojekt wird gemeinsam mit dem Essener Kolleg für Geschlechterforschung bearbeitet.

Näheres zu diesem Verbundprojekt ist der Internetseite des HLCA-Konsortiums zu entnehmen.

Laufzeit: bis März 2021

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Förderkennzeichen: 01EL1424A–01EL1424E)

 

VerSITA – Versorgungssituation der spezifischen Immuntherapie (SIT) bei allergischen Atemwegserkrankungen

Allergische Atemwegserkrankungen betreffen Menschen aller Alters- und Gesellschaftsschichten, führen zu Einschränkungen des Soziallebens und wirken sich auf die schulischen Leistungen und das Arbeitsvermögen aus. Die meisten allergischen Atemwegserkrankungen entstehen bereits im Kindes- und Jugendalter und bleiben häufig über die gesamte Lebensdauer bestehen. Die einzige Möglichkeit, den natürlichen Krankheitsverlauf nachhaltig zu ändern, stellt die spezifische Immuntherapie (SIT) dar. Vor diesem Hintergrund ist eine optimale Versorgung aus gesellschaftlicher und ökonomischer Perspektive bedeutsam.

Das durch den Innovationsfond geförderte Projekt untersucht den Einsatz der spezifischen Immuntherapie bei allergischen Atemwegserkrankungen. Zur Darstellung der Versorgungssituation wird eine umfangreiche Analyse anhand von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung sowie von Patientenbefragungen durchgeführt. Im Erfolgsfall können Versorgungsprobleme gezielt aufgezeigt und Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung abgeleitet werden.

Weitere Details finden Sie auf der Internetseite zum Innovationsfonds.

Laufzeit: bis März 2020

Förderung durch den Innovationsfond

 

PROPHET – Studienkonzept zur pharmakoökonomischen Evaluation verschiedener antiretroviraler Primärtherapien bei HIV-Infektionen

Durch die flächendeckende Verfügbarkeit von antiretroviralen Therapien (ART) erreichen Menschen mit HIV-Infektion eine annähernd der Normalbevölkerung entsprechende Lebenserwartung. Aktuell stehen verschiedene von Leitlinien empfohlene Wirkstoffkombinationen zur Verfügung. Allerdings unterscheiden sich diese Wirkstoffkombinationen bezüglich der Tablettenanzahl, der Einnahmemodalitäten, potentieller Nebenwirkungen, des Resistenzrisikos und des Interaktionspotentials. Daher sind in Abhängigkeit von der Wirkstoffkombination (ART-Strategie) Unterschiede hinsichtlich der Patientencharakteristika aber auch der Krankheitskosten zu erwarten.

Im Rahmen der PROPHET-Studie werden die Krankheitskosten HIV-Infizierter unter verschiedenen ART-Strategien auf der Basis eines großen, unselektionierten Patientenkollektivs in Deutschland untersucht.

Weitere Details finden Sie auf der Internetseite der DAGNÄ.

Laufzeit: bis Oktober 2018

Projektförderung durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e. V. (DAGNÄ)

 

PAWEL – Patientensicherheit, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität: Reduktion von Delirrisiko und postoperativer kognitiver Dysfunktion (POCD) nach Elektivoperationen im Alter

Delirien gehen unter anderem mit kognitiven Einschränkungen, erhöhter Sterblichkeit sowie Demenzprogression einher und beinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen daher beträchtlich. Die Wahrscheinlichkeit, nach einer Operation ein Delir zu erleiden, steigt mit dem Alter der Patientinnen und Patienten, mit bereits bestehenden kognitiven Störungen und ist außerdem abhängig von den Fachkenntnissen der Behandelnden. Daher gilt die Delir-Rate als Qualitätsindikator für eine alterssensible Krankenhausbehandlung.

Innerhalb dieses Projekts übernimmt der Lehrstuhl für Medizinmanagement die gesundheitsökonomische Evaluation, um die Kosteneffektivität der Intervention aus Sicht der Leistungserbringer für den ambulanten und stationären Bereich darzustellen.

Weitere Informationen sind der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Laufzeit: bis November 2020

Förderung durch den Innovationsfond

 

CAMURUS – Gesundheitsökonomische Evaluation der subkutanen Therapie mit Buprenorphin bei Patienten mit Opioid-Abusus

Für Patienten mit einem Opioid-Abusus gibt es die Möglichkeit einer Substitutionstherapie. Ziel der Therapie ist eine andauernde Substanzfreiheit oder zumindest eine Verminderung von Gesundheitsschäden durch dauerhafte Substitution.

Im Rahmen dieses Projekts werden zunächst die Krankheitskosten des Opioid-Abusus mittels eines systematischen Literaturreviews erfasst. Bestehende Kostendaten werden aktualisiert oder ggf. neu erhoben.

Finanziert durch die Camurus GmbH

 

FindHIV – Frühzeitige Identifikation mittels normierter Diagnosekriterien für die HIV-Infektion

In Deutschland sind ca. 84.000 Menschen mit HIV infiziert. Eine frühzeitige Diagnose und moderne antiretrovirale Therapie können in der überwiegenden Mehrheit der Fälle zu einer weitgehenden Kontrolle der Infektion mit geringen Einschränkungen und einer guten Integration in den Alltag sowie zu einer nahezu nicht reduzierten Lebenserwartung führen. Dennoch liegt der Anteil an Late Presentern (sehr späte Diagnostizierung der Infektion) seit Jahren konstant bei fast 46 %. Die späte Diagnose bedingt eine erhöhte Krankheitslast bis hin zu Todesfällen sowie eine größere Gefahr, weitere Personen anzustecken.

Das Projekt FindHIV untersucht im Rahmen einer prospektiven Erhebung, welche besonderen Merkmale der Late Presenter dazu führen, dass die Infektion erst verzögert entdeckt wird. Auf Basis der erhobenen Daten soll ein Klassifikationssystem (Scoringsystem) zur Frühdiagnose entwickelt sowie Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Weitere Informationen sind der Internetseite des Innovationsfonds zu entnehmen.

Laufzeit: bis Mai 2021

Förderung durch den Innovationsfonds

 

In Kürze startende Projekte

In naher Zukunft startet ein weiteres Projekt:

KuMS – Kinderwunschbehandlung bei Patienten mit Multipler Sklerose (September 2018)Laufzeit: bis August 2021

Förderung durch den Innovationsfonds

 

Abgeschlossene Projekte

SYSKON – Budgetäre Auswirkungen einer prädiktiven genetischen Testung von BRCA1/2 Mutationen für die gesetzliche Krankenversicherung

Das im August 2017 abgeschlossene Projekt zielte auf die Ermittlung der budgetären Auswirkungen genetischer Risikoklassifikation am Beispiel des hereditären Mammakarzinoms. Basierend auf der Methodik einer Budget Impact Analyse wurde ein Markov-Modell als Kohortensimulation entwickelt. Als Grundlage dienten Daten des Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, die anhand systematischer Literaturrecherchen im Bedarfsfall ergänzt wurden.

Die Ergebnisse tragen dazu bei, die Wissenslücke in Bezug auf die budgetären Auswirkungen genetischer Risikoklassifikationen zu schließen und zeigen auf, an welchen Stellen es zu Budgetverschiebungen kommt. Zwar stellt die Durchführung der Genanalyse einen wesentlichen Kostentreiber dar und führt zu Kostensteigerungen, mit zunehmender Laufzeit des Modells zeichnen sich jedoch erste Hinweise auf ein Einsparpotential durch die Verringerung von Behandlungskosten für entstandene Karzinome ab.

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Förderkennzeichen 01GP1407D)

 

Gesundheitliche Grundbildung (Health Literacy) im Kindes- und Jugendalter als Ziel von Gesundheitsförderung und Primärprävention

Das Teilprojekt SynthHLCA zielte darauf ab, die im Verbund generierten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Empfehlungen für die weitere Forschungs-, Anwendungs- und Praxisorientierung zu übertragen. Befunde des Gesamtverbundes wurden gesammelt, evaluiert und synthetisiert, um Empfehlungen für die Anwendungsorientierung, Kosten- und Entscheidungsträger/innen in der Praxis abzuleiten und um die künftige Strategie des Verbunds zu entwerfen.

Grundlegend hat sich gezeigt, dass zur Verbesserung der Health Literacy von Kindern und Jugendlichen die Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes und der Einbezug der Zielgruppe selbst und von Professionals auf personaler und institutioneller Ebene in einer integrativen Form notwendig ist. Als weiteres Ergebnis der Synthese ist die Bestätigung der Relevanz der Geschlechterperspektive und der gesundheitsökonomischen Perspektive sowohl auf der Ebene von Maßnahmen als auch auf der Ebene von weiteren Forschungsvorhaben festzuhalten.

Näheres zu diesem Verbundprojekt ist der Internetseite des HLCA-Konsortiums zu entnehmen.

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Förderkennzeichen 1EL1424C)

 

Einsatz von Botulinumtoxin bei Patienten mit Spastik der oberen Extremität (und/oder der unteren Extremität) infolge Schlaganfalls – eine Studie der Versorgungssituation

Ziel des Projektes war die Evaluation der Versorgungssituation von Patienten mit Spastik der oberen Extremität infolge eines Schlaganfalls. Hierzu wurden explorative Leitfadeninterviews sowie eine standardisierte postalische Befragung von Neurologen und Nervenärzten im ambulanten und stationären Setting durchgeführt.

59 % der teilnehmenden Fachärzte setzen Botulinumtoxin nicht in der Therapie ein, obwohl es bei entsprechender Indikation für die Behandlung in den Leitlinien empfohlen wird. Als Gründe hierfür werden gewisse Hürden wie etwa die Höhe der Honorierung der ärztlichen Leistung, die fehlende Kostenübernahme durch die GKV oder das Erlangen einer Fort-/Weiterbildung zur Behandlung mit Botulinumtoxin genannt.

Die Publikation von Teilergebnissen ist zu finden unter:

·         Kerkemeyer L, Lux G, Walendzik A, Wasem J, Neumann A (2017): Versorgung von Patienten mit Spastik nach Schlaganfall. Der Nervenarzt; 88 (8); 919-928. DOI: 10.1007/s00115-017-0312-4

Finanziert durch die IPSEN PHARMA GmbH

 

Evaluation der hausarztzentrierten Versorgung in Thüringen

Hausarztzentrierte Versorgung (HzV) beschreibt ein medizinisches Versorgungskonzept, in dem ein Hausarzt als erste Anlaufstelle für den Patienten fungiert und dessen Behandlung langfristig und über die verschiedenen Versorgungssektoren hinweg koordiniert. In Thüringen haben die Versicherten der AOK PLUS seit dem 01.01.2011 die Möglichkeit, an einem HzV-Modell teilzunehmen.

Im Rahmen dieser kontrollierten Quer- und Längsschnittstudie konnten zwar keine niedrigeren Gesamtkosten der Teilnehmer des HzV-Modells identifiziert werden, jedoch verbesserte und intensivierte sich die Koordination insbesondere älterer, chronisch sowie multipler Erkrankter. 

Die Publikationen der Ergebnisse sind zu finden unter:

·         Freytag A, Biermann J, Ochs A, Lux G, Lehmann T, Ziegler J, Schulz S, Wensing M, Wasem J, Gensichen J (2016): The impact of GP-centered healthcare: a case-control study based on insurance claims data. Dtsch Arztebl Int; 113: 791-798. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0791

·         Freytag A, Krause M, Lehmann T, Schulz S, Wolf F, Biermann J, Wasem J, Gensichen J (2017): Depression management within GP-centered health care - A case-control study based on claims data. Gen Hosp Psychiatry; 45: 91-98. DOI: 10.1016/j.genhosppsych.2016.12.008

Finanziert durch die AOK PLUS

 

Das Essener Schulvermeider-Projekt im Rahmen von: Med in.NRW – Projekt Innovative Gesundheitswirtschaft NRW: "Integration junger Menschen in Schule und Arbeitsmarkt durch Erforschung, Entwicklung und Evaluation spezifischer Diagnostik- und Behandlungskonzepte"

Das Projekt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des LVR-Klinikums Essen unter Leitung von Herrn Prof. Hebebrand in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Medizinmanagement zielte auf die Effektivität und Kosteneffektivität eines Manuals zur Behandlung von schulvermeidendem Verhalten im Vergleich zur Behandlung im kinder- und jugendpsychiatrischen Hilfesystem unter Standardbedingungen.

Die Publikationen der Ergebnisse sind zu finden unter:

·         Reissner V, Jost D, Krahn U, Knollmann M, Weschenfelder A-K, Neumann A, Wasem J, Hebebrand J (2015): The Treatment of School Avoidance in Children and Adolescentes with Psychiatric Illness. Dtsch Arztebl Int; 112 (39); 655-662. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0655

·         Weschenfelder A-K, Reissner V, Knollmann M, Hebebrand J, Wasem J, Neumann A (2017): Ökonomische Evaluation eines Manual-basierten multimodalen kognitiven Verhaltenstherapiekonzeptes für psychisch kranke Kinder und Jugendliche mit schulvermeidendem Verhalten [Economic evaluation of a manual-based, multimodal cognitive behavioral therapy for school avoiding children with psychiatirc illness]. Z Kinder Jugendpsychiatr Psychother; 46(1); 47-56. DOI: 10.1024/1422-4917/a000501

 

Förderung zum überwiegenden Teil durch das Land NRW und die EU

 

Personalisierte Medizin in der Krebsforschung. Eine interdisziplinäre Untersuchung ethischer, rechtlicher, medizinischer und ökonomischer Aspekte

Im Rahmen dieses BMBF-Forschungsvorhabens wurden interdisziplinäre Untersuchungen zur Personalisierten Medizin (PM) hinsichtlich rechtlicher, ethischer, medizinischer und ökonomischer Aspekte durchgeführt. Unter partieller Fokussierung auf das Themengebiet der Onkologie wurde der Einfluss von Methoden der PM auf Forschungs- und Entwicklungskosten ermittelt, die Kosteneffektivität von pharmakogenetischen Tests sowie aktuelle Zugangsmöglichkeiten zur PM unter internationalen Gesichtspunkten evaluiert.

Die Publikationen der Ergebnisse zum klinisch/gesundheitsökonomischen Teil sind zu finden unter:

·         Hörster L, Ganser A, Stadler M, Schlenk R, Port M, Gabriel M, Schildmann J, Rochau U, Scroczynski G, Wasem J, Neumann A (2017). Cost-effectiveness of methods in personalized medicine. Results of a decision-analytic model in patients with acute myeloid leukemia with normal karyotype. Leuk Res; 62; 84-90. DOI: 10.1016/j.leukres.2017.09.009

·         Port M, Böttcher M, Thol F, Ganser A, Schlenk R, Wasem J, Neumann A, Pouryamout L (2014): Prognostic significance of FLT3 internal tandem duplication, nucleophosmin 1, and CEBPA gene mutations for acute myeloid leukemia patients with normal karyotype and younger than 60 years: a systematic review and meta-analysis. Ann Hematol; 93(8); 1279-86. DOI: 10.1007/s00277-014-2072-6

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Förderkennzeichen: 01GP1001A)

 

BMBF-Projekt im Förderschwerpunkt "Chronische Krankheiten und Patientenorientierung" zum Thema "Patientenorientierte Schulungspraxis in der orthopädischen Rehabilitation durch Dissemination eines evaluierten Schulungsprogrammes"

Das Kooperationsprojekt des Instituts für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg mit dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Erlangen und dem Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen zielte auf die Untersuchung der Wirksamkeit und der Kosten von Implementierungsstrategien zur Dissemination eines Schulungsprogrammes sowie auf die Evaluation der Schulungswirksamkeit in der Routineanwendung in Bezug auf eine patientenorientierte Schulungspraxis, den Patientenoutcome und die Kosteneffektivität. Der Lehrstuhl übernahm im Rahmen des Projektes die gesundheitsökonomische Evaluation.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Projekts zu finden.

Die Publikation von Teilergebnissen ist zu finden unter:

·         Neusser S, Ivancevic S, Biermann J, Meng K, Faller H, Wasem J, Neumann A (2017): Dissemination eines Schulungsprogramms bei chronischem Rückenschmerz – Kostenanalyse der Programmimplementierung. Die Rehabilitation; 56(5); 305-312. DOI: 10.1055/s-0042-123424

 

Evaluation des Modellprojekts FORUM Demenz

Der Lehrstuhl begleitete ein von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördertes Projekt zur Verbesserung der Versorgung von Demenzkranken. Im Rahmen dieses Projekts wurde der Lehrstuhl damit beauftragt, die Wirkungsgrade der im Projekt entwickelten und eingesetzten Methoden des Case Managements, des Quartiermanagement und des Versorgungs- und Behandlungspfades zu evaluieren.

Die Publikation der Ergebnisse ist zu finden unter:

·         Mostardt S, Matusiewicz D, Schröer W, Wasem J, Neumann A (2012): Wirksamkeit und Kostenwirksamkeit eines Case-Management-Programms bei Patienten mit Demenz. Z Gerontol Geriat; 45(7); 642-647. DOI: 10.1007/s00391-012-0298-2

 

Krankheitskosten der Behandlung HIV-positiver Patienten (K3A-Studie)

In diesem von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e.V. (DAGNÄ) geförderten Projekt sollten die Kosten der Behandlung HIV-positiver Patienten in unterschiedlichen Patientengruppen ermittelt werden.

Die Publikation der Ergebnisse ist zu finden in:

·         Mostardt S, Hanhoff N, Wasem J, Goetzenich A, Schewe K, Wolf E, Mayr C, Jaeger H, Pfaff H, Dupke S, Neumann A (2013): Cost of HIV and determinants of health care costs in HIV-positive patients in Germany: Results of the DAGNÄ K3A Study. Eur J Health Econ; 14(5); 799‑808. DOI: 10.1007/s10198-012-0425-4

 

Möglichkeiten der Ausgestaltung eines effizienten Versorgungsmanagements chronisch Kranker – Ethische, ökonomische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte – für die ausgewählten Indikationen Multiple Sklerose und Alzheimer-Demenz

Basierend auf einer Bestandsaufnahme der aktuellen Versorgungssituation bei chronischen Erkrankungen – im Besonderen für die Indikationen Alzheimer-Demenz und Multiple Sklerose – wurden im Rahmen dieser interdisziplinären Studie die Möglichkeiten und Bedingungen für ein effizientes Versorgungsmanagement untersucht. Potentielle Grenzen des Versorgungsmanagements wurden identifiziert und im Rahmen einer multidimensionalen Konzeptentwicklung wurden mögliche Szenarien zur künftigen Ausgestaltung neuer Formen des Versorgungsmanagements und intersektoraler Kooperationen erarbeitet.

Die Publikation der Ergebnisse ist zu finden unter:

·         Ivancevic S, Weegen L, Korff L, Jahn R, Walendzik A, Mostardt S, Wasem J, Neumann A (2015): Effektivität und Kosteneffektivität von Versorgungsmanagement-Programmen bei Multipler Sklerose in Deutschland – Eine Übersichtsarbeit. Akt Neurol 2015; 42(09): 503-508. DOI: 10.1055/s-0035-1564111

Förderung durch die Janssen-Cilag GmbH