Management von Gesundheitseinrichtungen

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen in diesem Arbeitsschwerpunkt sind Dominik Thomas M. A., Dr. rer. medic. Natalie Pomorin, Dr. rer. medic. Katharina Hoß und Dipl.-Ges.Ök. Antonius Reifferscheid.

 

Ausgewählte Projekte

Integrierte Dienstleistungsproduktivitätsdiagnostik in der Krankenhauspflege - InDiPro
Das BMBF-Projekt „InDiPro“ wird in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement und Handel (Prof. Dr. Schmitz) sowie dem Lehrstuhl für Personal und Unternehmensführung (Prof. Dr. Borchert) der Universität Duisburg-Essen realisiert. Das Vorhabenziel des Projektes besteht darin, die Produktivität der Krankenhauspflege anhand eines integrierten Diagnosekonzeptes unter mehrdimensionalen Aspekten zu analysieren und auf Basis produktivitätssteigernder Einflussfaktoren Gestaltungsempfehlungen für die Pflegepraxis abzuleiten. Der Lehrstuhl ist hierbei vorrangig für die Erfassung und Analyse der objektiven Pflege-Produktivitätskennzahlen der projektunterstützenden Krankenhäuser verantwortlich.
Bearbeiter: Thomas.
Laufzeit: Oktober 2010 bis April 2014.
Informationsmaterial: http://www.indipro-projekt.de/

Bayernweite Studie zum Einweisungsverhalten der niedergelassenen Ärzte
Vor dem Hintergrund der permanent steigenden Kosten in den Krankenhäusern verfolgt der Lehrstuhl auf Anregung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns mit der Studie das Ziel, mehr Transparenz in die Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung in Bayern zu bringen. Mit der Unterstützung der niedergelassenen Ärzte soll im Rahmen der Studie zum Einen ermittelt werden, inwiefern sich die Zahl der Einweisungen der niedergelassenen Ärzte mit den Angaben der Krankenhäuser deckt. Zum Anderen sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie in der Praxis mit Krankenhausverordnungen umgegangen wird, die entweder auf Initiative des mündigen Patienten verlangt oder von Krankenhäusern eingefordert werden. Im Rahmen dieser Studie wurde ein Diskussionspapier veröffentlicht.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Pomorin, Rotter.
Laufzeit: Juli 2008 bis März 2009.

IT-Unterstützung im Rahmen integrativer Kooperationsformen von Krankenhäusern
Mit einer bundesweiten Krankenhausumfrage untersuchte der Lehrstuhl zum einen die IT-Situation in deutschen Krankenhäusern und analysierte zum anderen die weiteren IT-Anforderungen zur Vernetzung des stationären und ambulanten Bereichs im Rahmen diverser Kooperationsformen (MVZ, IV etc.). Ein weiterer Fokus der Umfrage beleuchtete den aktuellen Stand und die Relevanz telemedizinischer Applikationen sowie die Notwendigkeit einer transparenten Lösung zur Integration der elektronischen Gesundheitskarte in die Krankenhaussysteme.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Pomorin, Ehm, Farrenkopf.
Laufzeit: Juli bis Dezember 2008.
Die in diesem Zusammenhang erzielten Ergebnisse hat der Lehrstuhl in einem Diskussionsbeitrag veröffentlicht, welchen Sie hier herunterladen können. Weiterhin wurden Ergebnisse in der Zeitschrift KU Gesundheitsmanagement spezial (2009) 3, S. 27-30 und in der Zeitschrift EHEALTH COM (2009) 4, S. 50-52 veröffentlicht.

Projektbüro Integrierte Versorgung Ostwestfalen-Lippe
In diesem von der Firma T-Systems geförderten Projekt richtete der Lehrstuhl ein Projektbüro ein, das für Leistungserbringer und Krankenkassen Ansprechpartner für Fragestellungen der Integrierten Versorgung insbesondere in Ostwestfalen-Lippe war.
Bearbeiterin am Lehrstuhl: Pomorin.
Laufzeit: Oktober 2005 bis März 2008.

Kapazitätsauslastung und Behandlungsqualität
Der Lehrstuhl für Medizinmanagement hat in Kooperation mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut in Essen gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung eine empirische Analyse auf Basis von Patientendaten deutscher Krankenhäuser vorgenommen. Forschungsergebnisse aus den USA belegen, dass sowohl personelle Mehrbelastungen als auch hohe Auslastungen der Bettenkapazität im negativen Zusammenhang mit der Qualität der medizinischen Versorgung stehen. Der relativ geringe Personalzuwachs im Verhältnis zur Zunahme der Anzahl stationärer Patienten hat im letzten Jahrzehnt zu einer Mehrbelastung vorhandener Kapazitäten geführt. Diese kann in Zeiten hoher Nachfrage das Erhalten eines angemessenen Qualitätsniveaus erschweren. Auch bietet die Umstellung des Finanzierungssystems von der Vollkostenrückerstattung zum Fallpauschalensystem Anreize, die Kapazität möglichst hoch auszulasten. Es ist bisher unbekannt, welche Auswirkungen diese Kapazitätsveränderungen auf die Behandlungsqualität von stationären Patienten im deutschen Krankenhaussektor haben. Ziel der Studie war es, diese Forschungslücke zu schließen. Die Forschungsergebnisse können Sie im Ruhr Economic Paper ‚74 und 105 nachlesen.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Prof. Dr. Focke, Prof. Dr. Wasem.
Laufzeit: Februar 2007 bis Januar 2008.

„Klinik-Führer Ruhrgebiet“ und „Klinik-Führer Rhein-Ruhr“
In dem vom Initiativkreis Ruhrgebiet in Federführung betriebenen Projekt ist der Lehrstuhl mit der Konzeptionalisierung und Durchführung der Auswertungen zur Leistung und Qualität der beteiligten Kliniken beauftragt. Das Projekt wurde vom Picker Institute, Boston (US) mit dem „Award for Excellence in the Advancement of Patient-Centered Care“ ausgezeichnet.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Prof. Dr. Focke, Pomorin.
Laufzeit: von August 2003 bis November 2007.
Informationsmaterial: Informationen zum Klinikführer Rhein-Ruhr

Berücksichtigung eines veränderten Kodierverhaltens in der Vergütung von Krankenhausleistungen nach dem Krankenhausentgeltgesetz
Im DRG-System ist die Höhe der Erlöse des Krankenhauses von der Menge und Wertigkeit der dokumentierten Leistungen abhängig. Dies löst Anreize für die Krankenhäuser aus, ihr Kodierverhalten zu verändern. Da hiermit keine reale Steigerung des Ressourcenverbrauchs bewirkt ist, regelt der Gesetzgeber, dass Mehrerlöse des Krankenhauses gegenüber dem vereinbarten Erlösbudget, die durch veränderte Kodierung entstehen, vollständig an die Krankenkassen zurückgezahlt werden müssen. In einem Projekt, das durch die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung gefördert wurde, hat der Lehrstuhl Modelle untersucht, wie verändertes Kodierverhalten zu messen ist. Die Ergebnisse sind im Krankenhausreport 2007 veröffentlicht.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Rotter, Sieloff, Schillo, Lux, Leipold, Prof. Dr. Focke.
Laufzeit: Oktober 2006 bis Mai 2007.

Evaluation und Controlling der Integrierten Versorgung im Rheinland
In dem von den Krankenkassen im Rheinland geförderten Vorhaben werden regionale Projekte der integrierten Versorgung hinsichtlich Qualität, Patientenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit mit der Regelversorgung für vergleichbare Versicherte verglichen.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Prof. Dr. Focke, Schillo, Höppner, Pomorin, Prof. Dr. Hessel.
Laufzeit: von Februar 2005 bis Dezember 2006.
Informationsmaterial: PosterFoliensatz