Management von Gesundheitseinrichtungen

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen in diesem Arbeitsschwerpunkt sind Dominik Thomas M. A., Dr. rer. medic. Natalie Pomorin, Dr. rer. medic. Katharina Hoß und Dipl.-Ges.Ök. Antonius Reifferscheid.

 

Ausgewählte Projekte

Der kausale Zusammenhang zwischen Zahl der Fälle und Behandlungsqualität in der Krankenhausversorgung: Eine Evaluation unter Berücksichtigung von Mindestmengen und Erreichbarkeiten (MINVOL)
Der Lehrstuhl für Medizinmanagement untersucht in diesem BMBF-Projekt gemeinsam mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) die Zusammenhänge zwischen Anzahl der Fälle und Ergebnisqualität (so genannte Volume-Outcome-Beziehung) in der stationären Versorgung in Deutschland. Im Fokus steht dabei die auch in der internationalen Literatur weitgehend ungeklärte Frage nach der Kausalität: führen höhere Fallzahlen zu einer besseren Ergebnisqualität (practice-makes-perfect-Hypothese) oder führt eine bessere Ergebnisqualität zu höheren Fallzahlen (selective-referral-Hypothese)? Die weitestgehend bestätigte Volume-Outcome-Beziehung hat für ausgewählte Indikationen in Deutschland zur Einführung von Mindestmengen geführt. In dem Forschungsprojekt werden daher ebenfalls die Auswirkungen von Mindestmengen auf die Versorgungslandschaft thematisiert und die Eignung von Mindestmengen auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse kritisch reflektiert. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auch auf der Homepage des RWI (http://www.rwi-essen.de/forschung-und-beratung/gesundheit/projekte/299/).
Bearbeiter am Lehrstuhl: Reifferscheid, Thomas
Laufzeit: Oktober 2013 - September 2015

Umgang mit Mittelknappheit im Krankenhaus
Der Lehrstuhl für Medizinmanagement untersucht, gefördert durch die Dr. Jürgen Meyer Stiftung, inwieweit sich aus Sicht von leitenden Ärzten, Geschäftsführung und Pflegedienstleitung der gegenwärtig hohe wirtschaftliche Druck im Krankenhaussektor auf den Umgang mit knappen Ressourcen und Ressourcenentscheidungen und ggf. auch auf die Patientenversorgung auswirkt. Im Rahmen dieses Projektes werden qualitative Interviews mit verschiedenen Akteuren des stationären Sektors geführt. Ferner wird eine umfangreiche Fragebogenstudie angestrebt, die einen Überblick über die gegenwärtige Situation in den wichtigsten Fachabteilungen geben soll. Hierbei wird insbesondere das ärztliche Verhalten im Hinblick auf den Umgang mit Mittelknappheit analysiert. Gleichzeitig soll die Unterstützung der Ärzte durch die Krankenhausleitung näher betrachtet werden. 
Bearbeiter: Reifferscheid, Pomorin
Laufzeit: Januar 2013 - Juni 2014

Projekte zum neuen Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen
Der Lehrstuhl hat sich in zwei verschiedenen Projekten mit den Anreizwirkungen des neuen Entgeltsystems in der Psychiatrie und Psychosomatik auseinandergesetzt. Dabei wurden zum einen die grundsätzlichen (gesundheitsökomischen) Anreizwirkungen unterschiedlicher Abrechnungseinheiten, unter Berücksichtigung der Spezifika psychiatrischer und psychosomatischer Leistungen analysiert. Zum anderen wurde die konkrete Ausgestaltung des PEPP-Systems (Pauschalierende Entgelte Psychiatrie und Psychosomatik) im Hinblick auf mögliche Veränderungen der Versorgungslandschaft, unter Berücksichtigung menschenrechtlicher Aspekte untersucht.
Bearbeiter: Reifferscheid, Thomas
Laufzeit: Januar 2012 – Dezember 2012

Integrierte Dienstleistungsproduktivitätsdiagnostik in der Krankenhauspflege - InDiPro
Das BMBF-Projekt „InDiPro“ wird in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement und Handel (Prof. Dr. Schmitz) sowie dem Lehrstuhl für Personal und Unternehmensführung (Prof. Dr. Borchert) der Universität Duisburg-Essen realisiert. Das Vorhabenziel des Projektes besteht darin, die Produktivität der Krankenhauspflege anhand eines integrierten Diagnosekonzeptes unter mehrdimensionalen Aspekten zu analysieren und auf Basis produktivitätssteigernder Einflussfaktoren Gestaltungsempfehlungen für die Pflegepraxis abzuleiten. Der Lehrstuhl ist hierbei vorrangig für die Erfassung und Analyse der objektiven Pflege-Produktivitätskennzahlen der projektunterstützenden Krankenhäuser verantwortlich.
Bearbeiter: Thomas.
Laufzeit: Oktober 2010 bis April 2014.
Informationsmaterial: http://www.indipro-projekt.de/

Bayernweite Studie zum Einweisungsverhalten der niedergelassenen Ärzte
Vor dem Hintergrund der permanent steigenden Kosten in den Krankenhäusern verfolgt der Lehrstuhl auf Anregung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns mit der Studie das Ziel, mehr Transparenz in die Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung in Bayern zu bringen. Mit der Unterstützung der niedergelassenen Ärzte soll im Rahmen der Studie zum Einen ermittelt werden, inwiefern sich die Zahl der Einweisungen der niedergelassenen Ärzte mit den Angaben der Krankenhäuser deckt. Zum Anderen sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie in der Praxis mit Krankenhausverordnungen umgegangen wird, die entweder auf Initiative des mündigen Patienten verlangt oder von Krankenhäusern eingefordert werden. Im Rahmen dieser Studie wurde ein Diskussionspapier veröffentlicht.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Pomorin, Rotter.
Laufzeit: Juli 2008 bis März 2009.

IT-Unterstützung im Rahmen integrativer Kooperationsformen von Krankenhäusern
Mit einer bundesweiten Krankenhausumfrage untersuchte der Lehrstuhl zum einen die IT-Situation in deutschen Krankenhäusern und analysierte zum anderen die weiteren IT-Anforderungen zur Vernetzung des stationären und ambulanten Bereichs im Rahmen diverser Kooperationsformen (MVZ, IV etc.). Ein weiterer Fokus der Umfrage beleuchtete den aktuellen Stand und die Relevanz telemedizinischer Applikationen sowie die Notwendigkeit einer transparenten Lösung zur Integration der elektronischen Gesundheitskarte in die Krankenhaussysteme.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Pomorin, Ehm, Farrenkopf.
Laufzeit: Juli bis Dezember 2008.
Die in diesem Zusammenhang erzielten Ergebnisse hat der Lehrstuhl in einem Diskussionsbeitrag veröffentlicht, welchen Sie hier herunterladen können. Weiterhin wurden Ergebnisse in der Zeitschrift KU Gesundheitsmanagement spezial (2009) 3, S. 27-30 und in der Zeitschrift EHEALTH COM (2009) 4, S. 50-52 veröffentlicht.

Projektbüro Integrierte Versorgung Ostwestfalen-Lippe
In diesem von der Firma T-Systems geförderten Projekt richtete der Lehrstuhl ein Projektbüro ein, das für Leistungserbringer und Krankenkassen Ansprechpartner für Fragestellungen der Integrierten Versorgung insbesondere in Ostwestfalen-Lippe war.
Bearbeiterin am Lehrstuhl: Pomorin.
Laufzeit: Oktober 2005 bis März 2008.

Kapazitätsauslastung und Behandlungsqualität
Der Lehrstuhl für Medizinmanagement hat in Kooperation mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut in Essen gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung eine empirische Analyse auf Basis von Patientendaten deutscher Krankenhäuser vorgenommen. Forschungsergebnisse aus den USA belegen, dass sowohl personelle Mehrbelastungen als auch hohe Auslastungen der Bettenkapazität im negativen Zusammenhang mit der Qualität der medizinischen Versorgung stehen. Der relativ geringe Personalzuwachs im Verhältnis zur Zunahme der Anzahl stationärer Patienten hat im letzten Jahrzehnt zu einer Mehrbelastung vorhandener Kapazitäten geführt. Diese kann in Zeiten hoher Nachfrage das Erhalten eines angemessenen Qualitätsniveaus erschweren. Auch bietet die Umstellung des Finanzierungssystems von der Vollkostenrückerstattung zum Fallpauschalensystem Anreize, die Kapazität möglichst hoch auszulasten. Es ist bisher unbekannt, welche Auswirkungen diese Kapazitätsveränderungen auf die Behandlungsqualität von stationären Patienten im deutschen Krankenhaussektor haben. Ziel der Studie war es, diese Forschungslücke zu schließen. Die Forschungsergebnisse können Sie im Ruhr Economic Paper ‚74 und 105 nachlesen.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Prof. Dr. Focke, Prof. Dr. Wasem.
Laufzeit: Februar 2007 bis Januar 2008.

„Klinik-Führer Ruhrgebiet“ und „Klinik-Führer Rhein-Ruhr“
In dem vom Initiativkreis Ruhrgebiet in Federführung betriebenen Projekt ist der Lehrstuhl mit der Konzeptionalisierung und Durchführung der Auswertungen zur Leistung und Qualität der beteiligten Kliniken beauftragt. Das Projekt wurde vom Picker Institute, Boston (US) mit dem „Award for Excellence in the Advancement of Patient-Centered Care“ ausgezeichnet.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Prof. Dr. Focke, Pomorin.
Laufzeit: von August 2003 bis November 2007.
Informationsmaterial: Informationen zum Klinikführer Rhein-Ruhr

Berücksichtigung eines veränderten Kodierverhaltens in der Vergütung von Krankenhausleistungen nach dem Krankenhausentgeltgesetz
Im DRG-System ist die Höhe der Erlöse des Krankenhauses von der Menge und Wertigkeit der dokumentierten Leistungen abhängig. Dies löst Anreize für die Krankenhäuser aus, ihr Kodierverhalten zu verändern. Da hiermit keine reale Steigerung des Ressourcenverbrauchs bewirkt ist, regelt der Gesetzgeber, dass Mehrerlöse des Krankenhauses gegenüber dem vereinbarten Erlösbudget, die durch veränderte Kodierung entstehen, vollständig an die Krankenkassen zurückgezahlt werden müssen. In einem Projekt, das durch die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung gefördert wurde, hat der Lehrstuhl Modelle untersucht, wie verändertes Kodierverhalten zu messen ist. Die Ergebnisse sind im Krankenhausreport 2007 veröffentlicht.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Rotter, Sieloff, Schillo, Lux, Leipold, Prof. Dr. Focke.
Laufzeit: Oktober 2006 bis Mai 2007.

Evaluation und Controlling der Integrierten Versorgung im Rheinland
In dem von den Krankenkassen im Rheinland geförderten Vorhaben werden regionale Projekte der integrierten Versorgung hinsichtlich Qualität, Patientenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit mit der Regelversorgung für vergleichbare Versicherte verglichen.
Bearbeiter am Lehrstuhl: Prof. Dr. Focke, Schillo, Höppner, Pomorin, Prof. Dr. Hessel.
Laufzeit: von Februar 2005 bis Dezember 2006.
Informationsmaterial: PosterFoliensatz